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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
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ä8 1. Unternehmungen d. vcrgang. Jahrhunderts

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biegsam zu Dienst; über Alles, über Glaubensarti-kel und Sittcnlehre, über Geheimnisse und Offenba-rung spricht er seine Eonvcrsationssp racke,oft Französisch - Deutsch , aber frei und frank; ohneScheu, was man davon sagen werde. Er gab sei-ner Gemeine also, ohne dass ers eben wollte, eineeigne vertraute Hof- und Herzenssprache, mit ihremMann, und dessen Mutter, dem Geist zu reden, sowie mit Brüdern und Schwestern unter einander.

Nicht leicht laßt sich eine biegsamere Anstellig-keit denken, als dem Grafen zu Theil geworden war.Ob er gleich, sobald er den geistlichen Beruf wählte,seinen Stand und dessen Vorzüge aufgegcben, sowußte er diese doch in jeder kleinen und großen Be-ziehung so unübcrtoeffbar zu nutzen, daß man un-schuldiger Weise sagen könnte, er spielte wie mitseinem angebohrncn, so auch mit seinem angenom-menen Stande. Hofmeister, Graf, Prediger, Mäh-rischer Bischof, Herr von Thurnstcin, von Kochao,Bruder Ludwig, Pastor und Jnspector, Ordinariusseiner Gemeinen, ihr Gesetzgeber und Bruder, ihrVorsteher und Diener, wußte er nach Ländern undKlimaten, nach Zeit-Umstanden und Situationenallen Allerlei zu werden, damit er nirgend und nieseinen Zweck verfehle. Nachreden und Gerüchte wa-ren ihm für die Person gleichgültig; er wußte sieaber auch zum Besten seiner Sache zu lenken, we-nigstens die Nachtheile, die daher entsprießen möch-ten, zu mindern; worin ihm dann mehrere seinerMitbrüder, insonderheit sein treuer, kluger, erfahr-ner Spangenberg beistand. Zinzendorf erreichte,was er erreichen wollte:nicht eine Reformation der