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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 67

chcnbegleitern und 2000 Fremden in grösster Ord-nung und Stille mit Ehrerbietung beerdigt. Zweiund dreißig Prediger und Missionare, deren einigeaus Holland , England , Irland, Nord-Amerika undGrönland in Hcccenhut eben anwesend waren, tru-gen wechselnd den Sarg, unter Begleitung der gan-zen Gemeine, mit Musik und Gesang, unter anderndes Liedes:

Ei wie so selig schlafest du,

Und träumest süßen Lrnum!

Uebcr ganz Hcrrnhut, heißt es, waltete in dieser Stun-de ein allgemeiner, herzrührender stiller Friede."

Solche Wirkungen hervorzubringen wurden Kräfteerfordert; entschieden weckte diese im Grafen Zinzen-dorf ein unablaßger Eifer, wie ers nannte, für sei-nes Heilands Sache, von Kindheit und Zu-gend auf Nichts konnte ihn abwendig machen oderermüden, Seelen für ihn zu sammlen und zu verbin-den; so drohende als übcrstandne Gefahren locktenihn dazu an. Widerspruch machte ihn behutsamer,aber auch fröhlicher und kühner. Die UnglaublicheLeichtigkeit, mit der er sein Werk trieb, tausender-lei gefällige Eingänge, die ihm dabei zu Gebot stan-den, eine Kühnheit mit Klugheit und Vorsicht, eineHeiterkeit, bei der er die Gegenwart des Geistes nieverlohr, eine Popularität, die sich bisweilen zum Ge-meinen herabließ, vor allem aber Lust und Liebezu seinem Werk, charakterisircn ihn in Handlungenund Schriften, in Predigten und Liedern. Natu-rell (wie er cs nennet) und herzlich zu sevn,ist allentbalben, oft nicht ohne einige Anstellung,sein Bestreben; dazu stand ihm die Sprache sehr