zu Beförderung eines geistigen Reiches. g5
woran sie ein Jahrhundert gearbeitet hatten, inwenigen Jahren; und mit ihm alle die Hoffnungen,die man der Krone Spanien zugesichert hatte. 8iuiransit gloria riruricir *).
Da indessen im Plan der Vorsehung kein Gutesverlohren geht, so ist ohne Zweifel die Mühe, dieder Orden an diese Volker gewandt, sie zur Ordnungund Arbeitsamkeit, zu Künsten, Handwerken undManufacturen zu gewöhnen, auch nicht verlohren.Die Folgen davon werden zum Vorschein kommen;es ist ein Baum, der in den Wüsteneien still wach-set. Wie tapfre Nationen leben dort zwischen denBergen, in jenen fast unbesuchtcn Einöden! Vieleberitten, einige mit Fcuergewehr begabt, voll Sinnesund Muthes. Den Missionen haben wir wenigstensNachrichten von diesen Völkern, wie von den Erzeug-nissen des Landes, mithin auch manche nützlicheFrucht und Arznei zu danken. Und bliebe der Na-me der Jesuiten in Allem verhaßt; was durch sieder Menschheit Gutes geleistet worden, bleibt im-mer Ruhmwürdig und wird gewiß den Nachkommenersprießlich.
Auch dafür werden diese der Vorsehung danken,daß eben nicht auf .jenem engen Wege Süd-Amerikachristianisirt oder humanisirt worden. Freilich gin-gen die Jesuiten mit ihren Untergebnen anders umals die Spanier; aber vom Stande der Einfalt, in
*) S. Dobritzhofers Geschichte der Abiponen,Nußdorfer und andre Deutsche Jesuiten,die den Vorgang sehr unparthekisch erzählen.