zu Beförderung eines geistigen Reiches. 3 ?
gewohnten Mundart verändert, wer will es ihmwehren? Eben so wenig könnt ihr seine Bor-ste l l n n g sa r t andern, die an Gebrauchen undEercmonien Lasset: denn auch diese sind eine Spracheund in Sina mit dem Staat sowohl als der Mo-ral innig verwebet. Vom kindlichen Gehor-sam gehet dort alles aus. Durch alle Stande biszum Oberhaupt des Staats, ja bis auf die entfern-testen Vorfahren verbreiten sich diese (Zeremonien,und Pflichten. Ihre Buchstaben, ihre Regeln undSprüche, ihre elastischen Bücher, ihre häuslichenund öffentliche» Gebrauche, ihre Lebens - und Staats-weise ist auf dies Principium gegründet, ist darnachgeordnet. Endweder mußte also der christliche Kate-chismus den heiligen Büchern gemäß, d. i. elastischgemacht werden, oder er blieb der Nation unverständ-lich , unannehmlich. So auch mit den Gebrauchen.Der an sein Land, an die Sitten seiner Vorfahrengefesselte, von aller Welt abgeschlossene Sinese istganz ein Sinese und wird es wahrscheinlich noch Jahr-tausende hinab bleiben.
Sobald Kang-Hi starb, verbot sein Nachfol-ger F) o n g - t sch in g das Ebristenthum, ließ imganzen Reich, Pekin ausgenommen, die Kirchennicderreißen, und verfolgte die Christen, deren An-zahl die Jesuiten damals auf 3 no,on« angabcn. DerKaiser schrieb selbst einen Unterricht in der Religionfür sein Reich.
Der gute Kien-Long, Nachfolger Jang-tse hin gs, der seit 1734 das Jahrhundert hinauseben so billig und gerecht, als klug regiert hat,liebte zwar die Wissenschaften der Europäer, so fern