zu Beförderung eures geistigen Reiches. 27
Asiat. Allerdings. Sie sind daher ihremsinnlichen Begriff, ihrer an schaue »denFassungskraft, fern und fremde. Wie schwer mußdem Indier eine jüdi sche Geschichte zu denkenseyn! eben so unbegreiflich, wie der Schnee, dennie sein Auge sah. Er vergleicht sie mit der Sei-nigen, an die er gewöhnt ist, und findet sie dürr,wunderlich, albern, macht sonderbare, in seinerVorstellung aber treffende Zweifel. Ich höre, cssey eine Hypothese bei euch im Schwange, daß dieWeisheit der Indier westwärts von Griechenlandhcrgeflossen, daß manche Fabeln ihrer Göttergeschichte,z. B. von Krischna, sich von Eurer Religion her-schreiben sollen, die iirt ersten Feuer der Völkerbe-kehrung hieber, ja bis nach China drang. Waredem also, so bemerkt, wie sich in Indischen Kopsendie Sagen ferner Lander gestalten! Ein Gleiches be-merkt, wenn Ihr gebohrne Indier über Eure Reli-gion sprechen höret, oder die Briefe Eurer bekehrtenKatecheten leset. Die Sprache selbst crfodert schonUmgestaltung der Begriffe, neue Einkleidung. Ein-heimische, ihnen angemessene, mit ihnen erwachseneErzählungen verleidet ihr ihnen also, und gebt ihnendafür fremde, die sie nicht zu brauchen, und die siedoch nur in ihrer Weise geduldig, höflich, gläu-big als Mahrchen hören.
Europäer. Im christlichen Unterricht ist abernicht alles Geschichte.
Asiat. Gottlob nicht; Alles aber doch aufGeschichte gebauet und aus ihr abgeleitet. Wenn nunauch das Abgeleitete, wie es nach dem Gange de>Cultur in Europa nicht anders seyn könnte, in he-