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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
26
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ssi I. Unternehmungen d, vergang. Jahrhunderts

,,Si e, in welche die heiligen Gebote, denSpeichen des rollenden Rades gleich, befestigt sind ;in welche gewebt sind alle Gestalten der erschaffnenWelt; sie, die dem Führer gleich, der die schnellenRosse zügelt, den Wagen der Menschheit lenkt; sie,die in meiner Brust wohnt, befreit von Alter, schnellin ibrem Lauf; möge sie einigen sich der höchstenWeisheit, der höchsten Seligkeit."

Solche Begriffe von Gott, von Gottesdienst,von der menschlichen Seele haben die Indier in tau-send Geboten; und Ihr wollt sic zu Eurem dornigenScholasticismus bekehren?

2 .

Europäer. Das gemeine Volk hat aber nichtso reine Begriffe; cs hangt an Fabeln, Mährchenund Erzählungen, an Festlichkeiten und unförmlichen,ja oft unzüchtigen Göttergestallten.

Asiat. Welches Volk hangt nicht an derSchaale? Nur nach und nach lernt cs den Kernkosten. Wenn Eure Missionarien alle diese Erzäh-lungen gewöhnlich so mißverstanden, daß sie sie fürnackte Wahrheit hielten, so standen sie unterdem Indischen Volk, das diese Mährchen, als Mähr-chen, dem Sinne nach hörte, der in ihnenliegt. So hören Kinder die Mährchen, wohl wissend,daß es solche sind; die Indier sind noch in diesemkindhaften Zustande. Erzählt ihnen Eure Geschich-ten ; sie hören sie nicht anders.

Europäer. Unsre Geschichten sind, hoffe ich,von andrer Art.