14 I. Unternehmungen d. vcrgang. Jahrhunderts
Jahre hat? Erbauet euch selbst zuvor zum neuenBau; verwerfet nicht den edlen Saamen, der ineuch keimet.
Seyd auch nicht weibisch, wenn Gott euch rufetzum Streit: ihr müsset noch viele Arten der Kampfelernen. O herrlicher Kampf, wenn alle zusammenkommen! wenn alle Streiter in ihren Ordnungendaherziehn!
Die Ordnung selbst und der vereinte Geistschlagt die Unordnung; der Vorschein schon der hei-ligen Zeit vertreibet die böse Zeit.
Gelobt scy Gott! Der Feigenbaum hat Knotengeschlagen! die Pflanze ist da, daraus die Blumespciesen wird. Gelobt sey der Gott der Ordnung!
Fortsetzung.
Wer vermag diesen Grundsätzen zu widerspre-chen ? sie sind die Vernunft selbst. So waren auchdie Wirkungen, die der hoffende Enthu-siasmus fürs Gut« hervorbrachte, unvertilg-bar. Der Eindruck z. B., den der verständige ,fromme, unermüdliche Spener machte *), erloschan drei Orten, wo er lebte, Frankfurt, Dresden,Berlin, eben so wenig, als sein prüfender Geist in
*) Speners Lebensbeschreibung von C. H. vonCanstein. Franks, und Leipz. 172g.