An den rauschenden Wellen.
„Glaub nicht, daß ich kein rechter Mann bin, ich kann nichtanders, ich muß weinen, dn glaubst nicht wie viel tausend Thrä-nen mir ins Herz gesunken sind. Es wird mir so leichter. Las;nur." So beruhigte Bläsi, da Erdmuthe seine ins Unfaßlichegehende Erregung beschwichtigen wollte, „ich freu mich nur, daßich dich gleich erkannt habe, du hast dich ganz verändert, aberdeine Augen die sinds noch. Jetzt sag, wie ists denn möglich?Jsts denn wahr, daß dn da bist? Wie hat's denn nur sein können?Sind - denn schon drei Jahr seit du fort bist oder ist's erst seitgestern?"
So oft auch Erdmnthe beginnen wollte, ihre Geschichte zuerzählen, sic wurde immer wieder unterbrochen von Ausrufungender Liebe nnd Verwunderung. Endlich verbot sie jede Zwischcn-rcde und begann:
„Da an dem Plaß wo wir jetzt sind, da hat mein großesUnglück angefangcn, da hat sich mein Vater ins Wasser stürzenwollen, wenn ich nicht mit ihm geh, nnd wahr blcibt's, wie'sauch kommen ist, ich bin doch seine einzige Freud ans der Weltnnd unterwegs hat er mir all Stund gedankt, daß ich ihn nichtVerlagen habe. O Bläst glaub niir und thn mir die Liebe nndzweifle nicht daran, ich will dirs zeitlebens vergelten, er ist andem was mir geschehen ist, so unschuldig wie du: nur das ist seinUnrecht: er hat mir die Höll vorgestcllt wenn ich zu euch kommnnd wie dein Vater dich zu todt plagt, nnd dir zu lieb und ichkann's jetzt selber nimmer begreifen wie mir's gewesen ist undich Hab auch gedenkt, dn nimmsts vielleicht doch leichter nnd meinVater hat sonst Niemand, der ihm ein gutes Wort gönnt, die