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Menschen. Du »anderst aus, das Kind ist bei uns heimathbe-rechtigt —"
„Du hast auch nicht alle Gesetze im Kopf; das Kind ist desVaters."
„Kann sein, aber das Muttergut muß sichcrgestellt werdenbei uns; thu's freiwillig und ich laß da oben die Thüre zu."
„Mach du sie nur auf."
„Cyprian," sagte Gottfried mit bewegter Stimme, „es istdas letzte Wort, das ich mit dir red', übcrleg's zweimal."
„Du kannst mir dreimal zum Teufel gehen. Was mein ist,hältst du nicht hinter deinem Eisenkrems," höhnte Cyprian.
„Und du stirbst noch einmal (als Gefangener) hinter einemandern Eiscnkrems," knirschte Gottfried voll Zorn.
Laut lachend ging Cyprian davon. Er schaute nicht mehrum und Gottfried öffnete die Thüre der Gcrichtsstube.
Der Gottfried von Hollmaringcn war der Mann, der das,was er einmal wollte, unablässig ausführte. Er brachte es dahin,daß die Auswanderung Cyprians Hinterhalten, sowie die beab-sichtigte freiwillige Versteigerung von Cyprians Haus und Hofwieder zurückgenommcn wurde. Ucber dieses letztere war Cyprianbesonders ingrimmig. Er hatte die Felder sammt dem stehendenErträgnis; verkaufen wollen, was allerdings zum besseren Erlösevon nicht geringer Bedeutung war, jetzt muhte er ernten unddreschen und pflügen und säen und wollte doch nichts mehr vonallem diesem und dazu hatte er noch ein Wirthshaus und Güterin Leutcrshosen, das Haus stand leer und um das Erträgniß derErnte wurde er halb betrogen. Immer mußte er auf dem Wegehin und her sein und dazu noch vor Amt. Um all das Unge-mach zu vergessen, mußte jetzt Cyprian den Wein zu Hülfenehmen, aber beim Glase und am nüchternen Morgen schalt erauf Gottfried, der ihn zu Grunde richte. Gottfried grenzte vonje her mit seinen Aeckcrn an viele Nachbarn, er durfte sich rüh-men, daß er nie mit Jemanden einen Streit gehabt; in diesemJahre hatte er wo er an Cyprian grenzte, immer die ärgstenHändel, die natürlich auch von den beiderseitigen Dienstleutcn