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sich aber nicht dazu bewegen, er fand in dieser Vergitterung nichtnur eine Zierde des Hauses, sie war ihm selber auch anständigund man kann fast sagen sie hatte sich seinem Charakter ausge-prägt, sein Ausblick in die Welt hatte etwas feindseliges, er warallzeit auf räuberische Anfälle gefaßt und dagegen geschützt undin dieser Sicherung gegen die feindliche Welt war sein Blick auchohne das faßbare Gitter stets von einer geistigen Schutzwehrdurchschnitten. Es konnte sich nie Jemand rühmen, daß er ihnganz in der Hand gehabt habe.
Jetzt sah Gottfried den Cyprian schon hemdärmelig bei derArbeit, er richtete sein Bcrnerwägelein her, spielend hob er esmit der Winde in die Höhe, hängte bald dieses bald jenes Radaus, salbte die Achsen, brachte mit einem leichten Griffe das Radin Schwung, daß es noch lange sich um und um drehte. Mansah an seinem ganzen rüstigen Gebaren, daß er entschlossen schien,das Leben von vorn und frisch anzufangen. Cyprian war einerder schönsten Männer der Gegend, groß, stark gebaut, vollenrnnden Antlitzes mit dunkeln Augen voll stillen Feuers, glatterweißer Stirne und braunen von selbst geringelten Haaren. Wenner lächelte nnd die weißen Zähne sichtbar wurden, lag eine seineAnmuth in seinem Ausdrucke, wobei er die „Hundsaugcn" wiesie der alte Gottfried genannt hatte, halb verdeckte, was ihmetwas Schelmisches und doch Gutmüthiges gab.
„Bläsi," (Blasius) rief jetzt der zum Fenster hinausschauendeGottfried seinem kaum der Schule entwachsenen Sohne, der imHofe die Ochsen cinjochtc, zu, „Bläsi, geh hinauf zum VetterCyprian und sag ihm, ich lass ihn fragen, ob er nicht zu mirkommen will."
Bläsi band den Riemen fest, ließ das andere Halbjoch leerund ging das Dorf hinauf. Cs war ein besonders schlanker Burschwie er dahin schritt und in den schwarzen ledernen Hosen undden hohen Stiefeln sah er zwar etwas steif aber knappenhaft aus.Als er Cyprian die Botschaft ausrichtcte, sagte dieser lachend undden Kopf zurück werfend:
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