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„Ach, ich Hab dich so licb," rief Seb, „es ist ein' Schand,daß ich dir's sag, aber ich mein', du wärst noch ein jung Mädlennd cs seien noch die Zeiten, wo wir da mit einander gegangensind."
„Und mir ist's, wie wenn wir nicht so große Kinder daheimhätten, und uns erst jetzt bekämen. O, ich hätte dir oft gern ge-sagt, wie ich dich im Grund des Herzens so gern Hab, wie du sogeduldig und liebreich gegen mich gewesen bist, aber ich Hab nichtkönnen. Es ist mir gewesen, wie wenn mir Jemand zum Gutenden Mund znhielte. So muH es einem Schcintodten sein, derreden will und nicht kann. Jetzt bin ich selig, glücklich wiederauferstanden."
Seb lenkte bald wieder in die männlich ruhige Mittelstim-mung seines Charakters zurück, er war kein Freund von denraschen Umstürzen, und Zilgc ließ sich's gefallen.
„Hast du denn drüben auch ein eigen Haus?" fragte sie.
„Das geht schwer, wir ziehen von Stadt zu Stadt undbauen, und Hab ich ein eigen Haus, verkauf ich's wieder. Wenndu aber willst, sag's nur."—
„Ich will nichts mehr, als was du willst."
„Dein Bruder geht auch mit uns," sagte Seb und Zilgecrwiederte:
„Ich will's ihm vergeben, was er mir angethan hat, manhat mir ja auch viel zu vergeben, aber du ladest dir viel auf mitihm, er will nichts schassen."
„Er wird's in Amerika schon lernen."
„Ich s"g dir noch einmal, mir zu licb brauchst du's nichtthun; du bist mir genug auf der Welt, mein Alles; ich brauchauch keinen Bruder."
„Aber ich lass nicht von ihm, von keinem, der einmal meinist. . ."
Wie Neuvermählte zogen Seb und Zilge fort in die neueWelt.