sic bei diese» Besuchen hatte; sie lächelte frohlockend, wenn Jedessagte, wie gut und dcmüthig Seb gegen sie sei und entgalt csdabei Manchem in scharfen Worten, was er ihr vormals ange-tha». Zur Verwunderung Aller entschied sie sich aber endlich gegenden Pfarrer dahin, daß Seb allein in die weite Welt ziehen solle,sie bleibe im Dorfe und in ihrem eigenen Hanse, cs werde nochanshaltcn so lange sie lebe.
Seb redete von nun an kein Wort mehr über die Hauptsache,und sie sah ihn darob oft im verbissenen Zorne an. Es handeltesich seht nur noch darum, bei wem die Kinder bleiben sollten.Seb machte Anspruch ans eines derselben, wie er dem Pfarrersagte, auch als Unterpfand, das; Zilge vielleicht dadurch andernSinnes werde und ihm Nachkomme. Er überließ es ihr, welchesder K inder sie hcrgcben wolle, das Mädchen war ihm anhänglichaber der Knabe bedurfte seiner vielleicht mehr. Auch darüber konntesich Zilge lange nicht entscheiden, sic weinte wiederum viel undschalt innerlich über Seb, der sie gar nicht zu trösten suchte. Aufwiederholtes Bedrängen erklärte sie schließlich im Frübling demPfarrer, daß Seb den Knaben mitnehmen möge. Als Zilge ausdem Pfarrhause heimkam, umhalste sie ihren Johannes weinendund sagte ihm, daß er sie nun auf ewig verlasse und mit demVater in die weite Welt ziehe. Da riß sich der Knabe aus denArmen der Mutter los, rannte ans der Stube, so sehr ihm auchSeb rief, er raunte durch das Dorf und wendete sich ans den Zu-ruf des hinter ihm drein folgenden Vaters nicht mm. Mit derBehendigkeit eines Reh's sprang er durch die Felder und hinabden Bcrgwald nach Weitingen, Seb hinter ihm drein, rufendund schreiend, bittend und scheltend. Johannes verlor im Rennenseine Muße, er wendete sich nicht danach uni, der Vater hob sieauf und sie in der Hand schwingend eilte er dem störrischen Kindenach. Jetzt stand der Knabe an der Stelle, wo Zilge den Trau-ring in den Neckar geworfen; Seb rief nochmals dem Knaben zu,die Haare standen ihm zu Berge, da spritzte der Strom hochauf,der Kuabe war verschwunden. Seb rannte ihm nach, sprang insWasser, schrie laut um Hülfe, das Klappern der Mühle verschlang