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^cim ein Kind freut sich der Gabe und vergißt alsbald des Ge-bers. Der troßköpfige und hinterhältige Knabe erschien als derleibhaftige großgezogene Haßgedanke Zilge's, und bald zeigte sich,daß er noch etwas anderes war.
Es war am Ncnjahrstagc, da saß Seb Lei Zilge und bc-thcuerte ihr in innigen und festen Worten, wie er wisse, daß erkein Recht mehr auf sie habe, sie könne ihn verschmähen und ver-stoßen, sic sehe ja aber, daß er um sie werbe, wie um eineFremde, er wünsche nur, daß er etwas thnn könne, um ihr seineLiebe zu beweisen; wenn cs der Pfarrer thälc, er würde sich nocheinmal und mit erneuter Glückseligkeit mit ihr trauen lassen.Da streckte Zilge zitternd die Hände aus, aber in demselben Au-genblicke trat der kleine Johannes ein, und Zilge schrie laut auf,raunte nach der Kammer und verschloß sie hinter sich.
Hatte Zilge eine Scheu, eine vielleicht erwachende Liebe zuihrem Manne vor dem Knaben zu zeigen, der so oft ganz ande-res von ihr gehört hatte?
Aus dcm Stromcsgl'ililde.
Die Zeit der Abreise rückte immer mehr heran und Zilgewollte sich für nichts entscheiden, und sie sollte cs doch allein.Sic war voll Ingrimm, daß Seb nach wiederholten, vergeblichenVersuchen die natürlichen Folgerungen ihrer Worte aufnahnwsic hatte ihm so oft gesagt, daß er jedes Anrecht auf sie verwirkthabe, er stellte nun jede Entscheidung ihr anheim und gelobte,ihr nicht mehr drcinzuredcn und sich in Jegliches zu fügen. Dieseunbewegte richterliche Annahme ihrer Aussprüche empörte sie,und doch konnte sic sich zu nichts entschließen und bestimmen;bald wollte sic mitgehcn, bald daheim bleiben, bald durch diesesRache und Vergeltung üben an Allen im Dorfe, die ihr je eineUnbill angethan, bald wollte sie durch die Auswanderung sie aufewig vergessen und mit Verachtung strafen. Wenn Seb daraufdrang, daß man aus dieser Schwebe heraus müsse, wenn er mäßigund bestimmt Alles darlegte, so war sie äußerst gereizt. Sie er-