lei Einwürfc; dieses war zu finster für die Stickarbeit, jenes nurein halbes mit bösen Inwohnern n. dgl. Cie sagte dann auchoft: „Ich thät' mich schämen, wenn ich ein Schneider war', mireinen alten Rock zu kaufen. Wozu bist denn Maurer? Vau' dirdoch ein Haus. Oder kannst's nicht? Sag's nur."
So lebten die Beiden vierzehn Jahre, und Manche bedauer-ten im Stillen den Scb, oder sagten es ihm auch, daß er anZilge gebunden sei, denn diese hatte wenig Frcuudlichgesinnteim Dorse. Man war ihr gram, weil ihre Lebensweise sich strengvon der im Dorfe abschied, und weil ihr stolzes Wesen es dahingebracht hatte, daß eine Verwandte der Küfcrin, die aus Wei-tingen war, au Kindesstatt angenommen wurde; das hätte Zilgemit ein bischen Klugheit und Nachgiebigkeit für sich erringenkönnen, und Seb brauchte sich dann nicht so zu plage»; schließ-lich aber vereinigte sich Alles darin, daß Zilge unerhört hoch-müthig sei und immer unverzeihlich sauber daherkäme.
Endlich im fünfzehnten Frühling ihrer Licbeszcit kam derSeb vom neuen Ziegler herauf, der sich links im Thale ange-siedelt hatte und berichtete freudig, daß er vom Ziegler die An-höhe mit den zwei Tannen grade gegenüber vom Küfer als Bau-platz gekauft habe, und der Ort schien wohl gelegen, denn derBlick ging hinaus über die Wiesen nach dem jenseitigen Wald-bcrge:
„Ich dreh' das Häusle 'rum", sagte er triumphircnd zuZilge „und richte alle Fenster ins Freie, daß dir Niemand zu-gucken kann als die Sonn'. Es freut mich, daß ich dir deinenWillen thun kann, und du wirst sehen, was ich herstelle!"
Das lustige HäuSle.
Mit unermüdlicher Emsigkeit arbeitete nun Seb und seinVater, den er dafür bezahlte, als ob er sür einen Fremden arbei-tete, an seinem Hause. Sie mußten die Grundmauern tiefer legenals sie sich gedacht hatten, denn sie kamen bald auf eine Schichtvon Triebsand; sie wollten sie aushcben, aber je tiefer sie gruben,