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Charakter Zilgc's war darin ausgesprochen, indem sie einmaldarauf erwicderte:
„Wenn ich ein Bursch war, und ich hätt' ein Mädle, wieich eins bin, und ich hält' das Vertrauen zu ihm, daß es mirgetreu bleibt, ich thät' nicht viel mit ihm überlegen; ich thät',was ich mein', das recht ist. Wenn du von selber nach Amerikagangen wärst, und hättest mir geschrieben: Zilge, ich bin da undich will sehen, ob ich hier unser Glück gründen kann, ich hätt'dir wieder geschrieben: Da thust Recht dran, und du darfst nurwinken, da komm' ich. Jetzt aber mit mir überlegen, kannst dudie Sach' nicht, ich versteh's nicht und will's nicht verstehen undmit meinem Willen last' ich dich nicht so weit über's Meer."
„So geh gleich mit."
„Das mag ich auch nicht."
Die Beiden überzählten oft, wie viel sie bereits erspart hat-ten, und so bestand ihr Gespräch meist in Sorgen und Uebcr-legen. Zilge trat endlich mit ihrem Entschlüsse heraus, daß sienicht hcirathc, bis sie ihr eigen Haus habe, sie sei ihr Lcbenlanggenug bei fremden Leuten hcrumgestoßen worden, sie wolle aucheinmal wissen, wie sich's unter eigenem Dache lebt, und sie könnees den Kindern nicht anthun, daß sic keinen Unterschlupf hätten,wo sie hin gehörten, und wo sie Niemand vertreiben könne. DerMaurerseb mochte im Gütlichen erklären, daß es viel klüger wäre,wenn sie sich von ihrer Ersparnis; einen guten Acker kauften fürden Kartoffelbrauch, und eine Wiese um eine Kuh zu halten,Zilge widersprach und behauptete, daß sic beim Sticken mehrverdiene, als wenn sic das Feldgcschäft versehe, auch könne mannicht im Felde arbeiten und dann wieder sticken, man müsse zusolcher Arbeit die Hände fein erhalten. Sie beharrtc bei ihremEntschlüsse: Ohne eigen Haus kein eigner Heerd. Oft dachte Sebdaran sein Vorhaben auszuführen, ohne Zilge darum zu fragen,und wer weiß, ob sie sich nicht darein gefunden hätte; aber seineLiebe zu ihr hielt ihn wiederum davon ab, nach eigenem Gut-dünken zu handeln. Wollte er dann irgend ein wohlfeiles Häus-chen von einem Auswanderer kaufen, hatte Zilge wiederum aller-