Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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EÜarum an des Schlägelbaucrn Haus Hopfen und Gersteäugen,alt sind? Das ist eine lange Geschichte und ich kann sieeuch genau erzählen. Also:

Der Faullcnzcr.

Auf der Schnitzelbank vor seinem Hause saß rittlings einjunger Bursch und hob von Zeit zu Zeit aus einer großenSchichte zu seiner Rechten einen langen Tanncnzweig auf, preßteihn zwischen den Kloben und drehte ihn zu leichterer Biegsam-keit, schnitzelte das dicke Ende und flocht einen Strohzops daran:dann legte er das so Nollendctc sorgfältig zu seiner Linken nie-der, wo bereits mehrere solcher Garbenbänder, sogenannter Wie-den, wohlgeordnet lagen. Trotz des lustigen Parademarsches,den der Bursche pfiff, hatten seine Mienen doch etwas Verdrosse-nes und er warf oft wie unwillig das Haupt zurück, aus demeine Soldatcnmützc mit rothem Vorstoße prangte.

Der Dorfschütze, ein alter Soldat, der ein kupfernes Ehren-zeichen auf seinem blauen Rocke trug, kam vom Rathhause her-unter : er hielt bei dem Arbeitenden still und sagte:

Buschur, Kamerad." Der Angeredete dankte stumm undder Schütz fuhr fort:Warum bist nicht bei der Zehntversteigc-rung gewesen?"

Ich bin noch nicht Bürger", crwiedertc der junge Soldat,das Sach gehört noch meiner Mutter und meinen Geschwistern."

Der Schütz setzte sich auf die fertigen Wieden und berichtete:Es ist ein Generalspaß gewesen. Seit Jahren haben die dreifetten Schwäger den Zehnt gepachtet, sic mögen's nicht leiden,daß der Zehntknecht auf ihre Aecker kommt und wollen da freie