Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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Ans Trübsal heraus und noch mitten in ihr empfand Do-minik eine nie gekannte Glückseligkeit ^ denn nicht nur die begei-sterte mit Hingebung erfüllte That erhebt das Herz mit innersterErquickung, auch das Bewußtsein, die Lcbcnsbegegnisse mit klu-ger Umsicht zu handhaben und anszubenteu, vermag ein Gleiches.Dominik war in dieser Stunde znm Manne gereift, er sah, daßer die Augen besser ansmachcn müsse, nicht mehr demüthig undmit Kleinem zufrieden nach innen gekehrt, sondern klug und be-herzt sich und seinen Vortheil geltend machen.

Während mau die Rüben in die Grube schüttete, kam derBauer auch herbei. Er stand verduzt.

„Was thust du noch da?" fragte er Dominik und Vinzenzcrwiederte:

„Ich Hab v ihn geheißen und lasset es dabei, Vater. Lassetnur uns zwei machen, und Ihr werdet scheu, es geht Alles gutaus. Der Dominik hat was und damit kann er den Alban umeinen Finger wickeln."

„Was. denn?"

Halb aus Verschlagenheit, halb auch, weil er doch »och nichtrecht wußte, was er sagen sollte, that Dominik sehr geheimnißvoll,aber nichts desto minder zuversichtlich.

Der Bauer sah ihn starr au und ging ohne ein Wort zu re-den nach dem Hofe zurück.

Dominik und Vinzenz vollendeten die Miete, der letztere wolltedie Sache nur rasch abthun, aber Dominik ließ sich von seinerSorgfalt nicht abbriirgen, er bedeckte zuerst Boden und Wändeder Grube mit Stroh und schüttete dann die Rüben hinab. Nach-dem er sie mit einer Lage Stroh zngedeckt, wollte er für jetztaushören, aber seine Einwendung, daß man jetzt noch eine Weilebis es gefriere, die Frucht verdunsten lassen müsse, half nichts.Vinzenz befahl ihm strenge, sogleich Erde darauf zu schütten under mußte willfahren, er ließ aber trotz Scheltens über sein Bes-serwisscn nicht ab, Strohwische in die Höhlen zu stecken, damitdie Frucht nicht ersticke.

Mitten in Unruhe und innerer Hast that Dominik jede Ar-