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er wehrte ihr, er sagte zwar, solche Todesgedanken seien närrisch,aber es sei ihm so schwer im Herzen und er habe sich nun docherleichtert, daß noch Jemand von seiner Schuld an Dominik wisse,er wolle das auch der Mutter mittheilcn.
Woher kam Alban diese Todesahnung? Ein Volksglaubesagt: Wer ein umwandelndes Gespenst, einen Geist erlöst, mußbald sterben. Hat Alban den Geist der Gerechtigkeit erlöst undmuß er darob sterben? Ist es ein nothwendiges Gesetz derMen-schcngeschichte im großen wie im kleinen Leben, daß die Vertre-ter eines unterdrückten einseitigen Rechtsgedankens auch dessenMärtyrer werden müssen? . . .
Am Abend wallfahrteten alle Hausbewohner nach dem „Käp-pcle," der Dekan sprach dort den üblichen Abendsegen.
Der Eipsmüller mit seinen Töchtern war auch hcrbeigekom-men und nun war große Familienzusammenkunft in der Stube.Ein Jedes lauschte nur auf die Worte des Dekans, der, demScherze nicht abhold, manchmal auch ein kleines Späßchen zumBesten gab, worüber man bescheiden zu lachen wagte, in der Re-gel aber führte er ernste Rede und immer wieder wußte er Bei-spiele beizubringen, wie Besonnenheit und Mäßigung die einzigeTugend sei, die ewig in Ehren gehalten werden müsse. Jedes warzufrieden mit diesen Mahnungen, denn Jedes schob dem anderndie Bethätigung zu und glaubte selbst deren nicht zu bedürfen.
Der Dekan kannte die alte Geschichte der Familie und wußtebesonders viel zu erzählen von jenem Urahn, der auch Albanhieß und der durch Klugheit und Nachgiebigkeit den HellbergerHof und den Kandelhof (so hieß ehedem das Furchengut) miteinander vereinigte. Dieser Urahn hatte am Michelstag einenmit zwei Pferden bespannten Pflug rings um das Gut geführtund hatte dabei stets die Sonne im Angesicht und ohne zu rastenkam er erst niit sinkender Nacht wieder auf der Ausgangsstellean. Von jener Zeit hatte das Gut den Beinamen: von der lan-gen Furche.
Der Dekan erzählte noch, daß das Geschlecht der Fcilcnhauervor Zeiten Feigcnhauer geheißen habe und adelig gewesen sei.