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4 (1854)
Entstehung
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von dieser Rede ganz verwirrt wurde, und der Dekan crwiedertelächelnd:

Wie's Recht ist. Kannst ruhig sein, ich verlang' in keinemFall etwas und der Eipsmüller wol auch nicht. Aber ruhig mußAlles gehen. Friede und Duldsamkeit. Mußt nicht gleich glauben,wenn einer was anders will als du, das sei schlecht, es hat einJedes seinen eigenen Weg. Darum nur Friede."

„O lieber Gott! Ja, den stiftet," rief Alban mit Inbrunstund lauter Stimme aus, und der Dekan befahl ihm, sich auchin seiner Fricdcnsanrusung zu mäßigen, man könne Alles in derWelt viel bester mit leisen Worten beilegen.

Das behäbige Wesen des Dekans, der, noch aus der Westen-bcrgischen Schule stammend, Duldsamkeit und Maßhalten inallen Dingen bewahrte, übte einen cigenthümlich beschwichtigendenEinfluß auf Alban; er fühlte sich wie unter einem Zaubcrbannund doch wand und bäumte sich noch der Widerspruchsgeist inihm, der darin einen nicht unwillkommenen Beistand erhielt, daßAlban sich des Gerüchtes erinnerte, wie sein Oheim in der Be-wcgungszcit ein Gegner derselben gewesen war. Dennoch rief er:

„Ich will mein Leben lang für Euch beten wenn Ihr mirbeistchet."

„Ich bete selber für mich und ich stehe nur dem Rechten bei,keiner Person," cntgcgnetc der Dekan.

In Rcichenbach hielt man an, hier mußte der Dekan längereinsprechcn, er war hier vor Jahren Pfarrer gewesen.

Es war schon mehrere Stunden Nacht als man nach demFurchcnhofe fuhr, das Kind schlief und schmiegte sich traulich anAlban; er hatte Mühe die Pferde zu lenken ohne das Kind zuwecken. Alban und der Dekan sprachen fast gar nicht.

Als man auf dem Furchenhofc ankam, war große Bewe-gung. Der Vater eilte mit einem Stuhle dem Bruder entgegenund reichte ihm die Hand, der Gipsmüllcr stand hinter ihm.Die Mutter umhalste ihr Eukelchen und weckte es mit Küsten,Ameile trug das noch halb Schlaftrunkene nach dem Hause.

In der Stube war heute Abend eine feierliche Weihestim-