Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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chenhofe, Alban arbeitete rastlos vom Morgen bis in die Nachtund pfiff und sang allzeit. Jede Arbeit machte ihm jetzt doppelteFreude, er that sie nicht mehr als Knecht, sondern als freier Sohndes Hauses. Der Vater ließ ihn gewähren und schaute ihn oftmit Zufriedenheit an; er that als ob er es nicht wüßte, wenn Al-ban noch spät Abends oft zu Vreni auf den Hellberg ging; die-ses Verhältnis; schien ihm jetzt genehm. Je mehr sich Alban mitVreni einließ, um so weniger konnte er es ansprcchcn, den Hofzu bekommen; er mußte mit einer erklecklichen Auszahlung zu-frieden sein und konnte damit nach Amerika auswandern, wenner sich hier zu Lande nicht in ein Häuslerleben schicken kann.

Auf dem Hellbcrge ging es allzeit lustig her. In dem Hause,wo man die Kartoffeln zählte, ehe mau sie an's Feuer stellte,sah doch ein Jedes wohlgenährt und munter aus. Das machtedie Freude, denn hier war Singen und Tanzen, als wäre be-ständig Kirchweih, Die Obcdfüchti, die den Tag über ganz alleinvon Gehöft zu Gehöft wandelte und sich allerlei cinhamstertc,spielte am Abend die Klarinette und man sang und tanzte oftdazu. Jetzt wurde bereits an fünf Kunkeln gesponnen, die Er-wachsenen spannen den feinen Flachs und die Kinder das Werg.Die Großmutter hatte auch nur Werg an der Kunkel, sie thates wieder den Kindern gleich, denn ihre Finger waren krummund ihr Auge schwach. Die Spindeln drehten sich lustig auf demBoden.

Zwischen hinein erzählte die Obcdfüchti allerlei lustige Streicheaus alten Zeiten, wie sie einst eine tüchtige Zeche bei einem Wirtheangetrunken und als sie nicht bezahlen konnte eine Ohrfeigeerhielt, worauf sie ruhig antwortete: „So gut ist mir'snoch niegangen, Hab kein Geld gehabt und doch noch was heraus bekom-men." Der Wirth lachte darob so sehr, daß er aufs Neue ein-schenktc. Eine Hauptgeschichte erzählte die Obcdfüchti aber stetsunter neuem Lachen. Sie war einst im Sommer nach Klurren-bühl auf den dortigen Hof gekommen als eben Sträuble gebackenwurden; sie bat auch darum und wurde schnöde abgewiesen, sieging; da sah sie ein Kind neben einem Weiher sitzen, schnell tunkt