lang man einen für gutmüthig hält, trampelt ein Jedes aufeinem herum. Ich Hab dich in den Tagen neu kennen gelernt.Glaub mir, die Menschen kriegen erst Respekt vor einem, wennman ihnen die Gurgel zusammenpreßt, das; sic nimmer schreienkönnen. Steh fest hin und wenn du jetzt nicht Meister über denFurchenbaucr wirst, wirst du's nie."
Kaum acht Tage waren es seit Dominik diesen Weg beschrit-ten, als er wieder eilig auf demselben znrückkehrtc. Er hattenichts mitgenommen, als seine Denkmünze. Die Angst trieb ihnunaufhaltsam vor sich hin. Es überlief ihn heiß und kalt, wenner sich ausdachte, was geschehen sein könnte, und einmal schluger sich heftig auf die Stirne, als träfe er damit leibhaftig denGedanken, der dort entsprungen war, denn es fuhr ihm durchden Sinn, ob nicht aus dem Unheil der Familie sein Heil erwach-sen könne. Er wünschte einem Jedem Heil und Friede, er wollteihnen nur in der Wirrniß beistehen und machte sich jetzt Vor-würfe, daß er fortgegangen war, während er doch sah wie überdem Hause, dem er treu angehörtc, bös Wetter auf's Nene anf-zog. Es ist ein alter Glaube, wenn man mit Fingern auf einGewitter weist, dann schlägt es ein. Hatte Dominik das gcthan?Mitten in allen Bangen, Sorgen und Selbstanklagen dnrch-flammte wieder die Liebe das Herz des Dominik, denn es ist einesattsam bekannte Wahrnehmung, daß gerade mitten in den Er-schütterungen des Lebens oft dieses am meisten nach Liebe lechzt.Dominik schärfte sich die Lippen und genoß im Voraus die Küsse,deren Süßigkeit er so lange entbehrt hatte. Und heftiger klopftenseine Pulse und rascher gingen seine Schritte, er ging zwei Ar-men entgegen, die sich selig ansbreitcn, um ihn ans Herz zuschließen.
Ein reiches Kind im Elternhaus.
Am selben Morgen, an dem Dominik den Furchenhofverkästen, war es im Hause wirr hergegangen. Natürlich konntesich Ameile nicht am Fenster und nicht an der Thüre zeige»,