Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
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Drescher. Mit einer Ruhe und Nachhaltigkeit, die sich immergleich bleibt, werden die Lcbcrklöße vertilgt und erst als das Fleischzum Vcrthcilcn kommt, schnipseln Viele nur an ihrem Theilebcrum, und kaum hat der Mann, der mosten geholfen hat, dasBeispiel gegeben und das iibrige Fleisch in ein Tuch gewickeltund in die Tasche gesteckt, als ihm auch viele andere beherzt folgen.Der Bauer sagt nur noch, das; er morgen nicht daheim sei undVinzenz die Aufsicht führe, ein Jeder schneidet sich noch ein StückBrod, steckt es zu sich und man steht vom Tische ans. Nach demSchlnßgebete sagt der Bauer noch zu dem Burschen, der ihmzur Rechten gesessen;

Dominik, wenn du draußen fertig bist, komm lein, ich Habdir was zu sagen."

Nach einem Gutnacht in verschiedenen Tonarten verkästen dieDrescher und Taglöhner mit schweren Tritten die Stube und erstdraußen vor dem Hanse hört man sic unter einander sprechen undlachen. Mehrere machen sich bald davon und zerstreuen sich indie Hänolerwohnnngen, die da und dort im Thale stehen und anden Bergen hangen; nur einige, die aus fernen Gegenden sind,gehen in die Scheunen und legen sich ins Heu.

Die Bäuerin, eine alte wohlbeleibte Frau, kommt jetzt auchaus der Küche, bringt sich ihr Essen mit und verzehrt es nebenihrem Mann. Dieser sagt ihr, daß er morgen nach Wellcndingen(einem in der Mitte des Bezirks gelegenen Dorfe) fahre, da dortdas jährliche landwirthschaftliche Bczirksfest sei und daß Dominikdas Schwärzte hinführen müsse; Ameile nehme er zu sich auf dasBcrncrwägcle.

Du solltest den Vinzenz mitnchmcn", sagt die Frau inetwas schüchternem Tone.

Wie soll ich ihn denn mitnchmcn? Ich kann ihn doch nichtdie Kalbin führen lassen? Und er und der Dominik können nichtmiteinander von; Hof weg sein. Wenn ich was sag, mußt dndich vorher dreimal besinnen, eh du was drein redest."

Ich Hab nur gemeint, weil dn doch auch für den Vinzenzein Mädle aus einem rechtschaffnen Haus finden kannst."