Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
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Boden vortrefflich gepflastert, so das; nicht wie sonst oft gradehier Alles unsauber ist; der Abfluß des Brunnens hat einen ge-pflasterten Weg nach dein Baumgarten links am Thore und bil-det dort sogar einen kleinen See. Die Kühe und Rinder werdenzur Tränke geführt, denn die Ochsen und Pferde sind draußenim Felde beim Pflügen und Eggen. Der Kühbub knallt, daß esim Hofe wiederhallt. Eine glänzend schwarze Kalkül, die auchnicht ein anderes Häärchcn hat und in Schönheit strahlt, tanztlustig im Hofe hin und her, steht bald still und schaut wie neckischund verwundert drein und hüpst dann wieder mit gehobenemSchweife auf und ab. Die Drescher, die eben eine neue Spreiteauflegen, stehen unter dom Schenucnthore und betrachten mitlauter Bewunderung das schöne Thier und dieses scheint gefall-süchtig säst zu wissen, daß cs bewundert wird, denn cs machtimmer freudigere Spnlnge, bis endlich ein Mann aus einemdunkeln Schuppen ruft:

Hanncsle, gieb acht, daß dem Schwärzte nichts geschieht,thu's ein."

Das ist aber nicht so leicht, auch ein Thier läßt sich in seinerLustbarkeit nicht gerne unterbrechen, und erst mit Hülfe der Dre-scher, die sich wie es scheint auch gerne ein wenig im Freien um-hcrtummeln, gelingt es dem Kühbub, das Schwärzlc in den Stallzu bringen. Das Schwärzle ist eine wichtige und beliebte Erschei-nung auf dem Furchenhofe, dem bohe Ehren bevorstehcn undJedermann spricht nur Gutes von ihm.

Wir wollen aber jetzt der Stimme aus dem Dunkel folgen,die vorhin Alles zur Nachachtung rief. Das rollt und quetschtuud platzt in dem dunkeln Schuppen und ein eigener süßer Duftdringt uns entgegen. In einem fast halbrunden Eicheutroge wirdein steinernes Nad gewälzt, daß die cingcschüttetcn rothbackigenund grünen Acpfel zerdrückt und dort hinten rinnt es aus derPresse in die Kufe; wir sind beim Mosten. Ein einäugiger schlan-ker junger Bursche treibt die Stange, die mitten im Steinradesteckt, vorwärts und ein anderer älterer Mann mit rötblich grauemHaare drückt sic wiederum zurück, wobei einer dem andern hilft.