und schilt auf den tückischen Mann auf dem Baume. Dieser steigtab, schaut das Mädchen kurz an und will nach dem Hofe gehen.
„Du machst unsaubere Arbeit!" sagt das Mädchen lachendund fährt ans den Baum deutend fort: „schau, dort hängt nochein Apfel und dort noch einer."
Im Fortgehen crwiedcrt der Bursche:
„Du vcrgißst's immer wieder und ich Hab dir's schon oft ge-sagt: Wenn man einem Obstbaum nicht Alles abnimmt, trägter im nächsten Jahre um so gewisser."
Ameile (Amalie) hielt einen Apfel in der Hand und willden Weggchcnden damit werfen, aber noch im Ausholen hält siean, ein zweiflerischer Gedanke scheint ihr die Hand zu senken, siesteckt den Apfel in die Tasche und auf das Stroh kniend rafft siedie Acpfcl zusammen und singt dazu:
„Schäkels, Engelc,
„Las; mi c wengele —„
„Schätzest, wascle?"
„Nur mit dir basele."
Der Bursche, der eine Soldatenmütze auf dein Kopfe trägtund überhaupt eine soldatische Haltung verräth, geht wieder nachdem Hofe zurück, nimmt den Dreschflegel zur Hand und fällt takt-mäßig in die Schläge ein.
Im Hofe.
Im Hofe, in dessen Mitte der große mit Stangen cingezäunteDüngerhaufen, daran eine Jauchenpumpe sich befindet, ist reichelebendige Bewegung, da wird Korn auf einen Wagen geladen, dortStroh und dort Aepfclsäcke getragen, die zahlreichen Hühner undEnten wissen geschickt auszuweichen und überall etwas zu erna-scheu. Rechts von dem Eingangsthorc unter einem breiten Hol-lundcrbaume, der jetzt schon schwarze Beercnbüschcl trägt, stehtder Nöhrbrunncn, der seinen Hellen, armdicken Strahl in denlangen Eichentrog ergießt und rings um den Brunnen ist der