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III. Rccensionen.
die feinere sittlich-geistige Bildung entziehet, dienach unserm Begriff die Seele der Schönheit,die moralische Grazie ist; so müssen von dieserSeite selbst die entzücktesten Beschreibungen körperli-cher Schönheit eben so wollusttrunken als an geisti-gem Reitz leer seyn. Gelaugnet wird damit nicht,daß sich auch von diesem treffliche Züge in den Mor-genländern finden; gemeiniglich sind sie um so be-zaubernder, je> seltner und unerwarteter sie erscheinen.
Endlich. Die bilderreiche Sprache dieserMorgenländer, (der Ebräcr, Araber, -Perser,) je-kühner sie die Schönheit mahlt, desto unbestimmterund fremder muß sie oft, wenigstens für uns wer-den. Die Gazellenaugen sind für uns, die wir kei-ne Gazellen sahen, ohne das Anziehende, das siedort haben mögen; viele andre weit kühnere Ver-gleichungen ungemeldct. Für uns verschwindet dicßIdeal in der Nacht rabenschwarzer Haare, im.Glanz schneeweiser Sandhügel, mit Rosen be-kränzet, oder im Schmuck blinkender Edelgestei-ne und Perlen.
Sehr unterhaltend wäre es gewesen, wenn derVerf. diese Umstande in ihren Ursachen und Folgennäher beäuget, und in dem großen Haufen angeneh-mer Beschreibungen und Bilder, Lebensarten,Zeitalter, Völker, Sprachen gesonderthatte. In Hirtenzeiten der Ebräer schilderte man dieSchönheit nicht, wie sie der Araber und Perser un-ter den Kalifen schilderte; die Indier hätten ganzfür sich betrachtet werden sollen, und Dffians Ga-len scheinen gar nicht hieher zu gehören. Wenige