4^2 III. Recensionen.
Einen besondcrn Vorzug erhält diese Rede da-durch, daß sic, (was so viele .Lobreden thim,) nichtphilosophisch deduciren will, und nie zu viel, nieübermäßig lobet. Sie erzählt Lcbensumstände, z. B.wie Bernstorffs Denkart sich gebildet; (auch Ja-cob! in Zelle, ein Fenelon in seinem Kreise,steht unter denen, die. die religiöse Denkart desJünglings bestimmten; in andern Fächern warenes Staatsmänner, Gelehrte, Künstler;) welchen Gangec unter Führung seines großen Oheims in Geschäf-ten genommen, wie er Geschäfte desselben nach dessenAbleben glücklich vollendet, welche Grundsätze ec beydem Amerikanischen, Russisch-Türkische», und demunseligen Kriege der Coalition standhaft, gerecht,weise und menschenfreundlich befolget, welche großeAnstalten zum Besten der Menschheit unter seinemMinisterium im Innern des Reichs bewirkt wurden:„Jener der Menschheit entehrende Handel, der Han-del mit Menschen, wurde abgeschafft. In den euro-päischen Staaten des Königes wurden Vorbereitun-gen gemacht, dem leibeigenen Landmann Freiheitund Eigenthum zu verschaffen. Die öffentliche Mit-theilung der Gedanken, ohne die keine wichtigenFortschritte zur Vervollkommnung des menschlichen Ge-schlechts möglich sind, wurde in einem reichen Maßegestattet, zu einer Zeit, wo andere Regierungen indieser Freiheit eine Quelle tausendfacher Uebel zu erbli-cken glaubten, und aus ängstlicher Besorgniß sie zuvernichten suchten. — Den Furchtsamen, die immernoch die wohlthatrgen Folgen solcher Maasregeln be-zweifeln, die das Stillstehn auf der einmal erreich-ten Stufe als Klughcitsregeln betrachten, diesen furcht-samen Zweiflern wollen wir Bcrnstorffs Namennennen." Doch