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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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433
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III. Recensionen. ^33

Doch die ganze Rede müßte abgeschrieben wer-den, wenn die trefflichen Maximen bemerkt wer-den sollten, an die sich Bernstorffs öffentliches undPrivatleben schließt und reihet. Kein schöneres An-denken gibk's, als auf diese Weise fortdauernd inMenschlichen Seelen, und guten Einrichtungen zuleben; Bernstorff lebt in ihnen. Er lebt in derGeschichte als der Friedehalter, zur Zeit derunglücklichsten Kriegsstürme, als der im Namen ei-nes Reichs an große europäische Machte sprechendeSchutzgeist und Ve rt'ye i di ge r allgemei-ner Menschen- und Völkerrechte in einemOrkan von Zeiten, wo die laute Stimme wilderLuftgeister jene Rechte aberkannte und verhöhnte. Werzu Aufrechthaltung der Menschheit an Grundsätzedieser Art glaubt, oder auch wer nicht an sie glaubt,lese diese Rede. Vielleicht überrascht ihn eine Scham-röthe, die er sich selbst verbergen möchte.

Unseren bescheidenen Redner sagen wir, verlas-send seinen Hörsaal, nichts, als rin treuesäsfmno vivo stens äixisti! ^

Herders Werke z.Phil.u.Gesch. XM. Ee