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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
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III. Rccensioncn. 405

es lebt, ausgehcn müsse n." Die Untersuchung die-ser Fragen macht das ganze Buch zum ernstesten Gesprächmit uns selbst und mit unscrm Geschlecht in allen Klassenund Standen. Wehe dem vertrockneten Herzen, weheauch dem Thiermenschen, der, wenn er die drückend-sten, hier aufgestellten Kontraste vor sich steht, nichtzu sich sagt:auch ich leide unter diesen Wider-

sprüchen, und trage sie in mir. Ich bin nicht bes-ser , als Jedermann."^ Wohl aber jedem, der indiesem strengen Dialog zu sich sagen kann:ich that,was ich konnte, um diesen Widersprüchen zu ent-kommen, ja sie mir selbst zuerst aufzulvfcn."

Drei Zustande setzt der Vers, im Men-schen und im menschlichen Geschlecht fest, d. i. dreiArten, die Welt anzufehen und auf sic zu wirken.Der erste ist der Zustand des T h ierm e n sc h e n,dessen Unschuld nur kurze Zeit, nur einen Augen-blick daurct; selbstgefälliger Gebrauch der Kräfte istseine Tendenz, ungestörter sinnlicher Genuß seinZiel. Sobald er in einen Eonflict mit andern An-strebungen und Gelüsten kommt, hört seine Unschuld,wie seine Seligkeit, auf; und es öffnen sich gräß-liche Scencn. Der Zustand der Gesellschaftbegehrt ein Recht, ein gemeinsames Recht, zu demden Menschen ein tausendfaches Elend, Noch undJammer treiben. Mit unglaublicher Stärke, miteinem furchtbaren Rcichthum an Beweisen zeigt derWerst, daß auch im Zustande der Gesellschaft derMensch immer ein Thicrmensch bleibe, der sich selbstgern Alles ist, der seine Macht, seine Ansprüchezügellos ausdchnct, wenn ihn nicht ein gemeinsamesGesetz bindet und einschränkt, der unter taufend