III. Necensionen.
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in einer Geschichte der Religionsschwärmereyen ganzan ihrem Ort seyn? Schwärmercy ist Krankheit;Religionsfchwärmerey, wo sic nicht absichtlicher Be-trug war, ist die mitlcidenswürdigste Krankheit;sollte gegen sie das Sal; des Spottes die beste Arz-nei) seyn? „Ich will hoffen, sagt unser Verfasser,daß, wenn sich etwa beim Anblick allzu auffallenderNarrheiten mein Mund unwillkührlich in ein saty-risches Lächeln verzieht, und in seinen Ausdrückendie der Geschichte so wohlanständigeWürde vergißt, meine Leser in der Erinnerungan das Dichterwort: äilliails est, sat)'ranr non
scriksre, mir verzeihen, und den Spott nicht aufdie Rechnung eines gegen die Wahrheit übelgesinn-ten Herzens an meiner Seite schreiben werden." —Ich glaube, daß dieß kein billiger Leser thun werde;er wird's aber auf etwas anderes mit Rechtschreiben. — Denn da alle die Schwarmereycn undSitten, die der Vcrf. in diesem Bande darstcllt,längst erloschen sind, und in dieser Gestaltzu unsrer Zeit nicht leicht Eingang finden werden,wozu der Spott über alte Todtengebcine? — Zwarmeynt unser Autor, daß seine Darstellung recht fürunsre Zeit gehöre, „da in ihr der an seine her-gebrachten, mit einem heiligen Dunkelumgebenen Geheimnisse, Dogmen undKirchen gebrau che gebundene Geist desFanatismus seine lang usurpirte Oberherrschaftüber den Verstand so vieler Völker und Menschenvon Zeit zu Zeit mit neuen, wenn gleich wenighaltbaren und oft gnug widerlegten Gründen un-terstützt; da in ihr Schwärmerei), Bigotterieund Intoleranz, durch unsre Zeitumstände begün-