II. Nachlese
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Kraft in gerader Linie wirke, und daß der Schöpferihr nur nach positiven Regeln eines höhern Plans,eines Ganzen, von dem sie nichts weiß, gewisseäussere Mittelpunkte des Anziehens gesetzt habe,die die Kraft ihres Stolzes, jener geradfortlaufendenBewegung schwachen, und eben damit einen Son-nenplan voll höherer Weisheit und Güte, Körperund Substanzen voll tiefem Lebens und Genussesbilden müssen. Die Kontrarietat des Menschenscheint mir also in den ganzen Wellbau verbreitet.Ueberall zwo Kräfte, die sich einander entgegengesetztdoch Zusammenwirken müssen, und wo nur aus derKombination und gemäßigten Wirkung beyder dashöhere Resultat einer weisen Güte, Ordnung, Bil-dung, Organisation, Leben wird. Alles Leben ent-springt auf solche Weise aus Tod, aus dem Todeniedriger Leben, alle Organisation aus Zerstörungund Verwandlung geringerer Kräfte, alles Ganzeder Ordnung und des Plans aus Licht und Schat-ten, aus divergenten, sich einander entgegengesetzten,Kräften, wo das höhere positive Gesetz, das beydeeinschrankt uud aufhebt, eben allein xscr^on,Welt, Plan, Ganzes, höheres Wohl, gemeinschaft-liche Glückseligkeit beginnet und anstimmt. Mathe-matik, Physik, Chemie, Physiologie lebender Wesensind, dünkt mich, hier überall Zeugen.
V. Im Menschen, dünkt mich, ist also dieseKontrarietät nur am meisten offenbar, etwa weil erdas geistigste entwickeltste Wesen unsrer Welt, Zu-sammeudrang und Mittelpunkt unsrer Schöpfung ist.Das Thier ist keiner menschlichen Lüge fähig, weiles kein Mensch ist: übrigens aber zeigen zehn Bey-