Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
Seite
371
Einzelbild herunterladen
 

'historisch-philosophischer Schriften, 871

verkündet, als ein triviales brittisches Pamphletüber die Botany-Bay, die Maratten und HyderAli?

Da wir so lange, aus uns geworfen, uns selbstentrissen, andern Nationen gedient, ihnen gcfröhnthaben, sollte uns nicht die jetzige Zeit selbstmit gewaltiger grausamer Hand auf uns zurückdran-gen, uns zurufend:Lerne dich selbst kennen: denn

Andre kennen und mißbrauchen dich, Reguirire dich,damit du nicht requirirt werdest," Und was führtedazu mehr, als historische Untersuchungen dessen,was unsre Väter waren, wir vielleicht nicht mehrsind, vielleicht auch nie mehr Doch das sey fer-ne ! Wir sind, was wir sind; unter gegebenenUmständen kann unser Charakter sinken , unsre Na--tur aber können wir nie vertausche n. Die ge-drückte elastische Kraft wird deshalb nicht unterdrückt,sie hebet sich empor, und der Druck selbst war ihrnöthiq. In keinem Verhältnis wollen wir die reineGermanität, d, i, Treue und Einfalt mit An-hänglichkeit und Muth verbunden, aufgeben. DerName German, germanischer Charakterbehauptete sich unter den Römern selbst rühmlich.

Zweifelhafter denke ich über den deutschenRi tkergeist, sofern er Kultur bewirkt hat. Daßer mit dem Französischen , Spanische» , Normanni-schen in England und Italien, die Galanterienicht in gleichem Maas emportrieb, möchten wirihm verzeihen ; aber (siehe die Burgen und Raub-schlösser mit ihren Verließen, die Trinksäle ».f, -an) bewirkte er nicht etwas anders? Gnug!

Aa s