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II. Nachlese
Der Geist hat sich überlebet. Wir wollen, wie bepdem Leichenbcgangniß des letzten Stammhelden, ihmeine Lob - und Leichenrede heilten, die Thurniereseiner Vorfahren erzählen, den ehrenhaften Schildaufhangen und das Wappen mit dem Tobten begra-ben. Pfarrer oder Küster stellen ihm aus den Di-stpchen einst sein glaubhaftes Zeugnist aus.
Mehr interefsirl die Kulturgeschichte der Mensch-heit jene sanfte Nation, die Erfinderin keiner schäd-lichen und so vieler nutzbaren Künste, die Hindu.Alles, was uns unter ihren Himmel versetzt, hatdie Zauberkraft in sich, daß cs uns sittsamer macht,und milder. Die Zusammenstellungen des Verfas-sers, der auch das unlängst erschienene Gesetzbuchdes Menu, (die letzte Frucht von W. Jonesglücklichem Fleißc) gebraucht hat, verweilen uns sanftbey ihnen; und da Sakontala leider bisher dieeinzige Probe eines ihrer vollendeten Gcistcswerke ge-blieben, das uns statt der übrigen gelten muß, soverweilet man auch an ihr gern, wenn man sie gleichschon kannte. Gebe die nächste Zeit uns mehr Sa-kontala's, die schönsten Beitrage zur Kulturgeschichteder Völker.
„Kulturgeschichte der Völker," inwelchen Traum versetzt uns dies Wort, oder viel-mehr in welche unendliche Laufbahn! Wie viel undwie wenig ist in ihr geschehen! und auf welchen We-gen ist manches bewirkt worden! Völker, blühtenund verbuchten ; mancherlei, war ihre Frucht im gro-ßen Garten. Sie pflanzten sich fort, sie mischtensich mit einander; auch jener blühende Dorn, auchjene stechende prächtige Distel. Und dort und da,