historisch - philosophischer Schriften. 3g3
men hätten, von denen man ihnen so viele Mistscthaten lieh, und deren sich doch manche Edle an-nabmen. Wie konnten sie's auch? Sie warenja Kreaturen des Pabsts , Geistliche, halbeMönche.
3. Also auch nur die Suppokition voneinem und zwar solchen AehEmß unter ihnenist nicht aus ihrem Orden, sondern von den Ma-nichäern und Ketzern her. Dielen wurde G e-heim nissc der Bosheit, schändliche Einwei-hungen zu gewissen Graden der Vollkommen-heit, zugeschricben; also siel's auch auf jene. Mitwelchem Grunde? mag ich hier nicht untersuchen,da ich von Schuld und Unschuld der Tempelherrneigentlich noch nicht rede, sondern nur ihre G e-sc h ichte e rkl a re. Ich will's glauben, daß ineinem so großen Orden, wo viel wackre Gliederwaren, vielleicht auch aufgeklärte Glieder ge-wesen: es kann beinahe nicht anders seyu, als daßihre lange Bekanntschaft mit den Saracene» vsillttchtauch in einigen Ländern Europens mit den Albi-gensern, Stcdingern und wie die Ketzerweiter genannt wurden, die Begriffe mancher Rit-ter gelautert und über den Pöbel der h.rrschendenKirche erhoben habe. Verschiedene Lebensweise, Rei-sen, Kenntniß anderer Länder und Partheicn, gebeninsonderbeit tapsern Leuten eine Art Unpartheilichkeitund allgemeiner Uebersicht , die cingcschlosseneMönche und disputirende Gelehrte wohl nichthaben konnten. Es mag also auch sevn, daßhie und da freie Grundsätze im Orden gewc-