historisch - philosophischer Schriften. 332
Ursprung des Uebels noch nicht anders zu erklärenvermochten; der Jrrthum ward aber mit der Zeitvergessen, und die Waldenser sind davon rein. Sieverläugneten nicht Christum und das Kreuz,sondern eiferten gegen die Anbetung des hölzer-nen Kreuzes und andre abgöttische Gebrauche. Sieverachteten das Abendmahl nicht; aber behaup-teten, daß bey Verlesung der Consekrationswvrte soschändliche Priester keinen Christus machen kön-nen, uorxrrs LIrristi non conkiusretrrr.)
Sie beteten ihre Vorsteher nicht an; diedreysache Adoration war das Zeichen des Eintritts zuihrer Sekte und auch aus dem ältesten Manichäis-mus her, bey dem das dreysache Gelübde siAimcm-Irriw oris, niLwus und siwus die bekannteste Sa-che ist*) u. f.-Die Inquisition indessen
fuhr Jahrhunderte nach dem einmal angenommenenKetzereienschema fort, und da wir die Protokolle der-selben von i3c>7 — 22 **) also gerade von denJahren haben, in denen auch die Tempelherrn alsKetzer abgekhan wurden; so liegt's aller Weltvor Augen, daß die Anbetung Lucifers, der dieErde grün, die Baume wachsend mache,die Verläugnung Christi und des Kreuzes, die drey-fache Anbetung des Vorstehers sisrstiLali inoäo,mit Nichten gnostische Ordensgehcimnisse aus Sekten,
*) S. ^ugnsrin. äs moril). lVlsnickssor. I. 2 . v.is. Walchs Hist, der Ketzereien, LH. I. S.
7?o.
?*) S. Lentsni. is^uisir. 1*o1okl>ri. hinter l.im-dorcli, Iiisr, in^uidir.