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II. Nachlese
die fürchterliche Inquisition zu Toulouse, dielängs genug wütete, ohne diese Sekte unterdrückenzu Jönnen. Sie hatte sich ausgebreitct und breitetesich fort; ja sie läuterte sich eben, indem sie ver-folgt ward. Der Manichäische Sauerteig, aus demsie hervorgegangen war, blieb allgemach zurück: ne-ben den Albigensern wurden reinere Waldenser, undjedermann weiß, daß aus diesem Winkel der pro-vcnzalischen Sprache, so wie die Morgenröthe derDichtkunst, der Philosophie, der schöner» Sprache,so auch der gesunder» Vernunft und Aufklärungin Religionssachen hervorging, die sich nach-her in so viele Länder Europens fortgebreitet. Frü-he übersetzten sie die Bibel: sie schickten ihre Söh-ne nach Paris, um gegen die Geistlichen der römi-schen Kirche disputiren zu lernen, und brachten diesein manchen Gegenden so herab, daß cs eine Schan-de ward, ein solcher unwissende Geistliche zu seyn.Die nobils lsssaoii und andere gute Schriften, vondenen sie Proben in Leger's Geschichte der Wal-denser finden können, waren schon im Anfänge desi3ten Jahrhunderts da *); und auch von ihrenGrundsätzen weiß man nach so vielen Untersuchungenziemlich, was man denken soll. Sie verläugnetenziemlich mit Nichten Gott, geschweige daß sie denTeufel als Schöpfer der Welt augebctet hätten. Dieersten Manichäer nahmen freylich zwey Urwescn an,davon das Böse unter dem Guten wirke, weil siesich nach der damals erst keimenden Philosophie den
Einige sehen sie gar schon in's rite u. rate Jahr-hundert.