historisch-philosophischer Schriften. 273
Güte des Herzens und umfassender Aussicht. Solchein Spiel war auch seine ssarwu ssraterrirtutis *),nebst der Allgcmeinen und General-Re-formation der ganzen weiten Welt, da-rinn er die Geschichte von einem Christian R 0-sen kreuz, der schon in seiner ChymischenHochzeit erschienen war, weitet dichtete, sie mitReisen, Wundcrzügen, Regeln und Confefsion ei-ner geheimen Gesellschaft ausschmückte. wie sie dasZeitalter liebte und in hundert ähnlichen Traumenim Ernst glaubte **).
5 . Aber wie kam er zum Namen R 0 sen-ke e u z? Existirte der Name schon als Secte? oderist ec, wie unser V. sagt, „allegorisch, daß das„Kreuz die Heiligkeit, Rosen die Verschwiegenheit
*) Die kam» kraternitabw ist wirklich r6rg. ge-druckt : sie war aber viel früher schon im Manu-skript umhergegangen. Denn Haselmeyer in Tyrolhatte sie schon, wie er selbst sagt, 1610. gelesen,und beantwortete sie 1612 schon mit einem gedruck-ten Schreiben, das sich anhebt: „wie Geringfü-
„gige von der Theophrastischen verworfnen Schul-,,und Tyrvltschen Mineral - Gebirg wünschen.Es erhellet also, Key welcher Gattung Leuten dieAndreäischen Schristchen anschlugen.
**) Man s. hierüber noch weitere Erläuterungen desVerfassers in seiner Vorrede zu Sonntags Ueber-setzung von Andreä Dichtungen 1786. (Im XIII.Band der Werke zur schönen Lit. und Kunst.)
H.
Herders Werkez.Phil.u.Gesch. XIII, S