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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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l/! Nachlese

misten u. f. die, vom Jahrhundert der Reforma-tion her, Deutschland übersciMemmten, und um sostärkern Anhang hatten, je mehr sie gedrückt undverfolgt wurden. Die Theologen haßten sie alsKetzer, die Aerzte als Marktschreier, die Schul-Phi-losophen als Schwärmer: der große Haufe indeßtrauete ihnen Wunderdinge zu, weil sie sich in dasKleid der Einfalt, Frömmigkeit, Demulh, oft will-kükrlicher Armuth und einer Bereitwilligkeit, allenzu dienen, einhüilten, auch wirklich, wie unlaugbarist, vieles Gute hatten. Man weiß, baß Arndt,(den Andrea sehr hoch hielt, und um deswillen erviel leiden mußte,) aus Weigels Schriften man-ches in sein wahres Ehristenthum einrückte, und sowie überhaupt die Extreme immer neben einandersind, konnte es nicht fehlen, daß, da in der Theo-logie der elendeste Streitton, in der Philosophie derlcereste Wortkram herrschte, sich die denkendrn Köpfeund fühlenden Gemüther auf die Gegenseite zusam-menrotteten und auch da Key so sockenden und schlüpf-rigen Abwegen sich zu weit verloren. Chemie, Al-chemie, Mystik, Traumdeuterei, Astrologie warenim höchsten Ansehen und es konnte nicht andersseyn, als — wie es ja auch jetzt wieder zu werdenanfängt—daß mancherlei Betrug und Wahn dahin-ter leine Zuflucht suchte. Beiden Extremen ging alsoder vortreffliche Andrea in allen seinen Schriften zaLeibe; der leeren Wortklauberei wie der Geistsucherei,(wenn mir das Wort erlaubt ist,) der herrschendenStrcitbegier, wie dem Betrüge, der im Finsternschleichet. Meistens that er's spielend; aber seinSpiel war voll Ernst, voll Scharfsinn, voll

Güte