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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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252
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202 II. sstachlese

nur bleiben, wohin sie Karl auf der Liste seinesReichs gesetzet hatte: die Herzoge und Grafen, die

eben so wohl nur Aemter waren, traten ihnen ge-genüber, und so war Reichstag des heil, römischen Reichsdeutscher Nation, dem nur sein Haupt fehlte. Siewählten sich's, aber völlig nach Karolingischen Ideen:das Wahlreich war zugleich Erdreich *). Der mensch-liche Geist, sich selbst überlassen, nimmt nur immerkleine Schritte, wenn er neuet. Auch der großeHaufe, lhcils von Volk, theils von Standen, wa-ren noch Glieder des Reichs, wählten, richteten undregierten mit. Es blieb noch immer Grundsatz: je-der kann nur von seinesgleichen gerichtet werden!und an dem, was alle angcht, muß auch jeder An-thcil haben; völlig nach alter fränkischer und deut-scher Verfassung. Zugleich aber behielt man den gan-zen Schmuck aristokratischer Verfassung, dessen An-sehen sich in den trübseligen Zeiten so gemehrt hatteaus dem Karolingischen Reiche bei, sonderte ihn, undtrieb ihn höher. Siche da die Grundlage zur Ver-fassung Deutschlands.

Als Otto in Aachen gewählt ward**), ging'svöllig mit Insignien des Karolingcrstaabs her. DerPrimas von Deutschland, Mainz, salbte und krönteden fränkisch gekleideten König zu einem Reich geist-und weltlicher Stande. So gut die äuees mini-rtrabunt) so gut consekrirten und benedicirten die

*) Strube Nebenst. IV. Abh. sl». Gundling. Ot.St. 17. 2.

") Wittlcli. I. 2.