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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
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II. Nachlese

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konnten, wollten sie's? Sie, die so dicht amThrone lebten, mit Hülfe der Ritter und Knechteeben die Monarchie unterstützten, von der sie aus-genommen und begünstigt waren. Sie sprachen al-so, auch in einer Versammlung, wo man vonkeinem Herrn wissen sollte, Sprache der Knecht-schaft aus Orient, und das dazu im Namen Got-tes! eines Gottcs, der nach gewissen positiven Re»ligionsbedingungen die Seligkeit crtheilte wasmußte folgen? Die Könige hatten keine rechtlicheGesetzgebung: sie mußten blos über jeden von derNation von seinesgleichen Recht fragen; nun da derKörper der Nation aus einander siel, nahmen siesich das widerrechtlichste Ansehen, was nur im un-geregelten Staat cpistircn konnte. Es entstanden diegarstigen Präscriptionen, Ausnahmen einzel-ner Falle, die aller Unordnung Thür und Thoröffneten. Die Könige zogen Gallier an den Hof,Leute, die in der fränkischen Maschine gar keinenWerth haben sollten: die lehrten sie Ueberbleibsel

der römischen Staatskunst, die sie, Barbaren, dochnicht begriffen, noch auch in ihrem rohen und freienStaate anwenden sollte». Die geringsten gelangtenalso mit den Bischöfen und durch die Bischöfe zuden ersten Hofbedicnungen, wo sie über die Wehrenhinaussahen, und diese nicht anders als unterdrückenkonnten. Die Franken waren ein zerfloßnes Volk:Marzfcld ward nicht mehr gehalten: Anarchie oder

Hofgericht ward allmahlig Alles.

III. Auch in diesem Hofgerichte, welch Ueber-gcwicht bekamen bald die Bischöfe! Die Ministe-rialen des Königs waren Ritter und Knechte, die