historisch-philosophischer Schriften. 2ZZ
furcht gegen ein unsichtbares Wesen, den Stifterder Treu und des Glaubens. Sie hatten Unterhalt,aber keine Güter, beschießen das der Nation zuge-hörige Heilige, was sie aber eben deßhalb selbst nichtbesaßen. In der Versammlung herrschten sie durchStillschweigen und Zcichcndeutcn, nicht aber durchStimme und Vortrag: sie hatten genau keine andreExistenz, als die das Band der Stande, Ehreund Friede, forderte. Mit den Priestern der neuenReligion wie anders! Sie hatten schon eine sofeste, von Frankengesetzen unabhängige, Existenz,ehe diese kamen: ihre Denkart war gemacht, undgar nicht fränkisch: ihr Ansehen bei den Galliernin einem Medium ctablirt, das die Franken wenigfassen konnten: sie machten unter sich einen Körper,der gewissermaßen so weit reichte, als christlicheBischöfe waren. Da ihnen nun die Franken mitbestem Willen neue Existenz in ihrem Staatokörpergaben: so mußte aus beiden übelgegatteten Thci-
len mit der Zeit ein Ungeheuer werden, das sichselbst zur Last siel. Auf Ehre und Wehr in derRation war bei den Franken alles gebaut; Kauf-mannschaft und gutbringcnde Handwerke ließen sieden städtischen oder dörflichen Galliern; bei denBischöfen Alles auf Liebe, Christenpflicht, Gemein-schaft aller Stände und zuletzt positiven Befehl Got-tes. -Mit dem besten Willen zerrißen sie also dasBand der Franken und durchstießen ihre Gesetze.
II. Die Druiden zogen mit den si^nis Inasclerrantis zu Felde, eben damit kein Monarch dieHerrenfahue erhübe: konntens die Bischöfe ? warensie und ihr Amt dazu geschaffen? und wenn sie