historisch - philosophischer Schriften. 229
Sitte, die ölten Gewohnheiten diktirtcn *)? DieSache ist, ob sie gleich P. Daniel ohne allenGrund laugnen will, unzweifelhaft und die gegebneUrsache eben so klar: nach der Franken Denkart
und Sitte gehörten sie nothwendig in's Märzfeld.
II. Die keimende barbarische Monarchie mußteihnen einen neuen Zugang schaffen. Es war nichtsnatürlicher, als daß ein so langer, gewaltsamerKriegszustand, in den die Römer Deutschland setz-ten , alle Sehnen eines Körpers anstrengen mußte,der nur für schnelle, heftige Bewegung gemacht war«Die ganze Rarion der Franken ward Heermannie,und in der Folge der Jahre ward's Heerbann unterden edelsten Fürsten, deren Gefolge so zunahm, undsich über's Heer verbreitete. Der römischen Kriegs-kunst und despotischen Kultur entgcgengcstellt, muß-ten sie wider Willen von ihnen annehmen oder sichallmahlig in sie schicken: auch wissen wir, wie die
römische Staatskunst mit den deutschen Fürstenspielte, und die Grundvcrfassung dieser barbarischenBölker in Freiheit und Einigung zu erschüttern such-te , wobei sie ohne Zweifel gewann. Wir sich alsodie Franken über Gallien goßcn, und sich in dieSalischen Lander theilten, wurden auch dem Königeund seinem Gefolge Lander, und da lag der Keimder Monarchie nach barbarischer Art **). Hlodo-
*) Lccarä. leg. 8al p. h— 8.
**) Herr, ilotik Vet. krane. Heg». a IV. V.6»»äli»g XVII, r. Lrruv. eorp, bisi. 6ernr.x. r»2. rrz. StrubenS Nebenß. LH. 4. Abth. 2H»