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II. Nachlese
Ein Volk legt nie seine Denkart auf einmalab, wenn's in andre Verbindungen tritt: und dadie Franken nach Gallien kamen, und es für gutfanden, Christen zu seyn, sahen sie die Bischöfeihrer neuen Religion mit fränkischen Augen an; an-ders konnten sie auch nickt. Was ihnen ibr^ Prie-sterstand gewesen, heiliges, scharfanziehendes Bandder Versammlung, sollten ihnen jetzt die christlichenBischöfe werden: aus einmal waren sie also imMärzfelde. Sie, die in der römischen Provinz, woes keine Landstande geben konnte, nur reiche ansehn-liche Versammlung in ihrem Mittel gemacht hatten,waren jetzt Theil der Nation. Das Wehrgeld fürden erschlngnen Diakonus war mit dem inZcnuoIck-anco gleich: für den Presbyter mit dem Edelnin lrusts koZia, für den Bischof mit den Lo-miridus, also mit den höchsten der Nation; undauf dem Werth und Anschläge der Compositionenberuhte bekannter Maaßcn alles. Nomporidus(ülotsrii IxeZis rinn cum I'rinci^ikus suis, iä.snnt 33. lü^iscopis et 3^. Oucilms et 79 . Lo-mitisius vel' cetera z,op>ulo constitutum sstetc. ist der Eingang der unter Hlodowig II. verbes-serten Salischen Gesetze, wo sie gar sckon den Du-cidus voranstchen *). Und auch bei der ersten Ab-schrift Salischer Gesetze, die wir von HlodowigSZeiten haben, führten Bischöfe offenbar die Feder:die genannten Aeltesten der Nat-.on sind vier erwähl-te Schöppen, die ihnen, nach der langgebliebnen
*) Ueg» Lai. tit. 53