historisch - philosophischer Schriften. 217
Da mit dem Schwerpunkt sich nicht nur dieNeigung, sondern vielleicht auch die Bahn der Erdeetwas verändert hatte; so wurden die fünf neueLage eines abwechselnden künstlicher» Jahres allmäh-lich bekannt, und nicht ohne Mühe eingeschaltet;das alte gleichere Jahr war, wie es für ein jungesMenschengeschlecht gehörte, leichter zu berechnen.Das Leben der Menschen in einer andern Athmo-sphare, mehreren Veränderungen der Jahreszeitenunterworfen, kürzte sich also auch allmählich; dage-gen aber auch jene Riesenkräfte, 'die bey einem lan-ger» Leben und einer roheren Natur allerdings vielHebels unternehmen konnten, sich verlohrcn. JenePeriode war zur ersten Eonsistenz des Menschenge-schlechts nvthwendig gewesen, weil bey einem Altervon mehreren Jahrhunderten die Tradition allerdingsweiter fortging, das väterliche Ansehen sich mehr be-festigte, die Gesellschaft Wurzel schlug, und die Er-findungen, ohne die unser Geschlecht nicht bestehenkönnte, sich sicherer vererbten. Nun aber diese Zwe-cke erreicht waren, und sich bereits in schädlichenFolgen zeigten, auch eigentlich nur zur Grundlegungunseres Geschlechts dienen sollten; so änderte dieVorsehung den Plan ihrer Haushaltung mit unseremGeschlecht durch natürliche Ursachen unsres Wohn-hauses, und holte eben damit ihre andern, weitereund höhere Zwecke nach, den ganzen Erdboden zubevölkern. Gesenkt und niedergedrückt geht jetzt un-ser Planet und bettelt den Strahl der Sonne auchfür seinen Polarcirkel. Die weitesten und breitstenStrecken auf ihm genießen ein gemäßigtes Klima,da sie vorher der Linie nahe in glückseliger Trägheit«der in übermüthiger Wollust das längere Leben der