Menschen hinschlcichen sahen. Die Abwechslung derJahreszeiten weckte auch das menschliche Gemülh aufund bewirkte eine größere Verschiedenheit der Nei-gungen und Charaktere. Bald ward der Wein er-funden, von dem jene Welt nichts gewußt hatte, undallerdings kam damit raschere Begeisterung und trunk-ner Taumel in menschliche Seelen. Das Rad desLebens, das kürzer laufen sollte, lief auch schneller:die Stamme blieben nicht mchr beysammen, wie esbei) dem langen Leben der Altväter dort geschehenmußte; mit Gedanken und Neigungen liefen sie all-mählich auseinander. Sprachen, Sitten und Völ-ker vervielfältigen sich: man baucte künstliche Re-gierungsformen , an die man in der Zeit des altenSakurns nicht gedacht hatte, Jupiter und bald auchdas Geld herrschten auf der veränderten Erde. Un-laugbar ist's indessen, daß mehrere Völker nicht nurdas Andenken dieser verlebten Urwelt in Sagen,Festen, Gebrauchen, Denkmalen und Bildern, son-dern auch, soviel es anging, seine Sprache, KünsteUnd Einrichtungen zu erhalten suchten; der Anfangder Völkergcschichte giebt davon Beyspicle.
So muthmaße ich über diesen Traum derKindheit unsres Geschlechts nach seinen ältesten, zumTheil weitverbreiteten Traditionen, verglichen mitder Naturgeschichte unserer Erde und bin überzeugtdaß ein hppokhesenloses Studium beider noch vielaufhellcn werde.