historisch - philosophischer Schriften. 209
sn die such Moses zu denken scheint*), und vondem verkürzten Lebensziel der Menschen. Die Ele-pljanten der alten Erde sind starker und größer ge-funden worden **); der Bau der Menschen mußalso von ähnlicher Beschaffenheit gewesen scyn, unddie Fabel hat ihn zur Riesengestalt erhoben. Aufjener Erdhöhe nemlich, auf der noch jetzt jeder Kör-per sein wahres Gewicht verliert, ob ihm gleich nichtsvon seinen Theilen entgeht, auf jener Erdhöhe, aufder der Pendul sich langsamer schwingt***), unddas Gold weniger wieget; auf ihr war nothwendigauch der organische Bau der Lebendigen leichter, ela-stischer, größer. Langsamer verzehrte sich ihre Lebens-kraft: denn der Schwung ihres Gewichts war gleich-sam auf einen langer» Bogen berechnet. Noch jetztKey völlig veränderter Ockoncmie der Erde, wohntder größte Mcnschenstamm auf einer, wiewohl kal-ken südlichen, Erdhöhe, und die Riesenkörper deralten Scythen hatten wahrscheinlich eine dergleichenNordhöhen zu ihrem Vaterlands. Die Ausschweifun-gen, die die alte Tradition ihren Göttersöhncn bey-knißt, Uebermuth und Wollust sind noch jetzt Cha-rakter der Aequatorsbewohner; ein elastisches tiefe-res Gefühl ihres sinnlichen Daseyns ist überall ihrartszeichnendes Gepräge****); und doch ist ihr Erd-strich nicht mehr, was jener smaragdene Erbring der
*) r Mos. 8, 22 .
*"> Büffons Epoche 5»
***) Condamine und VouguerS Erfahrungenhierüber sind bekannt.
*"*) S. alle Reisebeschreiber und noch neulich kage»
M r. p, 188.
Herders Werke z.Phil.«,Gesch, XIII, O