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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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II. Nachlese

so ausgemacht nicht, ob sich der Winkel der Ekliptiknicht noch jetzt unmerklich verändere? Die periodi»sche Veränderung derselben blos durch die Kraft desMondes ist bereits nach Gesetzen berechnet worden;und die weit beträchtlichere, die nach den Periodenihrer Bildung selbst Vorgehen mußte, wird wahr-scheinlich einst berechnet werden.

Und so hangen denn die Mährchen der ältestenTradition mit den Phänomenen der ältesten Natur-geschichte zusammen, und werden von dieser erkläret.Die Sagen aller alten Völkern reden von einer er-sten goldenen Zeit, in der auf der Erde Tag undNacht gleich gewesen, in der die Menschen längerund glücklicher gelebt, in der Göttersöhne oderHalbgötter geherrscht, in der die Riesen Frevelkha-ten begangen haben u. s. f. Von Sina bis zurneuen Welt erstrecken sich diese Sagen, die dieDenkart jedes Volkes sich eigenthümlich modisicirte;auch die versunkne Atlantis gehört zu ihnen, dienach der griechischen Fabel nicht nord - oder ostwärts,sondern westlich lag, und also wahrscheinlich vomDurchstrom des atlantisch - äthiopischen Meers über-schwemmt worden. Insonderheit aber wird jederZug der alten mosaischen Tradition hicmit erklärt.Der Mittelberg der Erde, den alle asiatischen Sa-gen unter den Aequator setzen, ist daselbst nichtmehr; die vier Ströme des Paradieses rinnen nichtmehr aus einer Quelle, sie fließen 25 und mehrereGrade über dem Aequator. Unsere blos zusammen-stellende Hypothese gibt davon die Ursache an; nichtminder die Ursache von den veränderten Jahreszeiten,

an,