historisch-philosophischer Schriften. 2v5
die magnetischen Pole, mithin die Langen und Brei-ten der magnetischen nicht mit den Polen, Längenund Breiten der geographischen Erde zusammen?Warum ist die Richtung jener schief und des Nord-pols eben nordwestlich? Warum ist die Entfernungdes Pols vom Pol, des Aequators vom Aeguatornicht mehr oder minder als i5 bis 20 Grade?Warum ändert sich die Direktion der Abweichungeben mit den festen Welttheilen? Die Auflösungder vorhergegangenen fünf Paradoxen scheint auchdies sechste aufzulösen. Die Pole der Erde nemlichhaben sich verändert und zwar, wie uns die magne-tische Karte wahrscheinlich machest könnte, um isbis 20 Grade. Der magnetische Nordpol, vorhermit dem geographischen Eins, trat zurücke, da dersüdliche hinauf trat, und zwar geschah die Revo-lution diesem und den vorigen Factis gemäß vonOst nach.West. Unsere Erde ist also ein umgcküpp-ter, anvmalischcc Magnet, da den Gesetzen seinerBildung nach vorher seine Pole mit den Weltpolenwahrscheinlich regelmäßig zusammengetroffcn haben.Die jetzige Divergenz seiner ältern und neuern Polescheint manches zu erklären, weßhalb Halley vierErdmagnete annehmen mußte; es ist aber hier derOrt nicht, diese Vermuthung auszuführen.
Siebentens. Die Schiefe unserer Erde ge-die Ekliptik ist so bekannt, als sie paradox ist.denn warum neigt sich unser Planet, und zwar ineinem Winkel von 23 Graden? Nach den Gesetzenseiner Bildung, so weit sie uns bekannt sind, solltesein Aeguator dem Sonnen - Aeguator gleich seyn,weil, wenn die Kraft der Sonne auf seine Bildung