2»4
II. Nachlese
2) Noch merkwürdiger ist die Karte der mag-netischen Neigung *). .Ihr Aequator ist mit demAequator der Erde weder gleich noch parallel: inSüdamerika geht er etwa i5 Grade unter der Liniehervor, durchstreicht sie in Afrika und geht nahebei Sina durch die Spitze der Philippinen, bis erim stillen Meer wieder die Linie durchschncidct undsich in Südamerika zu seinem Anfang hcrabsenket-Er streicht also bis 20 Grade über und unterdem Aequator.
3) Sowohl die Neigungs- als Abweichungs-Karten stimmen darin überein, daß der magnetischeNordpol nicht mit dem natürlichen Pol unserer Erdezusammen - sondern etwa r5 Grad von ihm entferntin die Vaffinsbai treffe; und eben so geben dieBemerkungen in der freilich viel unbekanntern südli-chen Welt, daß der magnetische Südpol etwa aufdie 20 Grade vom geographischen Südpol treffenmöge **). Woher nun dieses? Da unsere Erdeein magnetischer Körper ist, und sich nach dem vonunserm zweiten Kepler, Tobias Mayer ***)entdeckten Gesetz des Magnetismus die Kraft einesMagnets in jedem seiner Theile wie die Weite die-ser von seinem Mittelpunkt verhalt; warum treffen
') Abhandlungen der Schwedischen Akademie, TH.Zo.S- 20 g.
*') Euler setzte ihn 3c> bis ho Grade; s. aberWilke Th. 3o. der schweb. Abhandl. S. a3r.
"*) Erxlebens Raturlehre, S. tzz8>