großer und weiser M ä n n e r. r85
darauf folgte. Mich dünkt, cs könnte ein Trauer-spiel hieraus erwachsen, das die Stoische Phi-losophie am Hofe eben so prüfte, als z. B.Lessings andre Stücke ihre Helden prüfen. Viel-leicht ist es mir unbekannt langst schon da; ge-wiß aber kann es aus Tacitus Beschreibung, denAnschuldigungen Seneka' s und DiderotsBuchwerden.
Racine sagt vor seinem Britanniense„Um einen ehrlichen Mann der Pest des Hofes un-ter Nero entgegenzusetzen , habe ich lieber den Burrhusals den Sencka gewahlet. Beide waren Erzieherdes Nero in seinen Jugendjahren gewesen, der Einefür die Kricgskenntnisse, der Andre für die Wis-senschaften. Beide waren berühmt, Burrhus wegenseiner Kriegserfahrenheit und sittlichen Strenge (irii-jitarichns curig et sevsritate rrroruiri;) Senekawegen seiner Beredsamkeit und Gcistesanmuth)(prgeeeptir elo^usntiss et eoinitate siouesta.)Burrhus wurde nach seinem Tode, seiner Tugendwegen, außerordentlich vermißt und bedauert, (ervi^tsti granäs äesiclsriuin eins insnsst ^>er rne^rnorisin virtutrs.)" — Mich dünkt, Racinehabe zu seinem Zweck den Burrhus sehr schicklichgewahlet.