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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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großer und weiser Männer. i83

wartet habe, empfangt er die kurze Ordre der Hin-richtung : rsArecki et irielicers rnortsrn. Sie

ist bald gegeben; aber der Dichter wird sie nichtsobald verschmerzen. Er wird den Mörder in derGemüthsstimmung zeigen, in der er sich immer,auch beim Morde seiner Mutter, und beim schand»liehen Ausgange seines eignen Lebens wicß, grau-sam-feige.

Und diesem Elenden hatte Seneka zu seinemRuhme verhelfen? Er wiederum hatte Seneka ge-scheut, und scheuet ihn noch jetzt, wie die Frage anden Tribun zeiget. Beide also, sowohl den Tyran-nen als den ehemaligen Tyrannen - Führer vor dasTribunal zu stellen, dem kein Sterblicher entgeht,beide davor mit ihren Freunden und Feinden zuconfrontiren, dies wäre das hohe Forum des Schau-spiels.

Der Tribun hat nicht das Herz, an Senekaden Mord zu vollführen ; er fragt darüber den Prä-fekt FäniuS, und schickt endlich einen Centurio inseinem Namen. Im Verfolg des Drama ist diesein nicht zu verachtender Umstand.

Der Centurio kommt; Seneka will sein Te-stament machen; es wird ihm verweigert.Sovermache ich euch mein Leben," sagt der Philosophzu seinen Freunden; er besänftigt ihre Thränen,und bat, ich mogte sagen, hier einen schönem Platzals Sokrates selbst, zu seinen letzten Gesprächen.

Seine junge Gemahlin Paulina will mit ihmsterben; ec ermahnt sie zum Leben eine Scene,